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Lila Lieder auf Ö1

[/caption] Irene Suchy gehört zu den engagiertesten RedakteurInnen des Kultursenders Ö1 im ORF Rundfunk. Sei es mit ihrem Eintreten für Neue Musik, für die Aufarbeitung der Verbrechen des NS-Regimes, sei es mit Frauenthemen oder – wie diesmal – mit einer Präsentation von Liedern, die sich mit Homosexualität auseinandersetzten. Sie spannt dabei, in einer leider sehr kurzen Sendung, den Bogen von Mischa Spolianskis Lila Lied aus dem Berlin der Goldenen Zwanziger-Jahre bis zu österreichischen Liedermachern wie André Heller oder Ludwig Hirsch, die in einigen Liedern die Diskriminierung von Homosexuellen aufgriffen. Heller wurde damit in dem 1970er Jahren zu einem Star der nach der Verbotszeit erst aufblühenden schwulen (Sub-)Kultur, die spätestens mit Disco ihren Siegeszug in den Mainstream antrat. Man darf auf die Auswahl, die Irene Suchy aus dem dann doch gar nicht so kleinen Fundus an „lila Liedern“ treffen wird, gespannt sein. Reinhören lohnt sich auf jeden Fall: Sonntag, dem 13. Mai um 17.30 Uhr in der Sendeleiste Spielräume PS: Ein paar Tage später und der ORF hätte den in manchen Liedern besungenen 17. Mai als Ausstrahlungstermin getroffen, der als Chiffre für den in Deutschland gültigen §175 galt, der männliche Homosexualität unter Strafe stellte. Zum „Vor“hören: Das Lila Lied von Mischa Spolianski Zwei ausgezeichnete Kompilationen mit ausführlichen Booklets sind bei Bear Family Records erschienen: Wir sind, wie wir sind! Homosexualität auf Schallplatte. Teil 1, Aufnahmen 1900-1936 Ich will, dass es das alles gibt! Homosexualität auf Schallplatte. Teil 2, Aufnahmen 1952-1976 Noch ein weiterer Tipp zu Irene Suchy: Vor kurzem erschien von ihr eine Aufarbeitung der Geschichte des Arbeitslagers Strasshof im Wiener Metroverlag unter dem Titel Strasshof an der Nordbahn]]>

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