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Unser Aids: gestern – heute – morgen

Vor dem Sommer startete QWIEN das Webprojekt www.unseraids.at. Ab Herbst wollen wir die Website regelmäßig mit aktuellen und historischen Beiträgen über HIV/Aids in Österreich füllen. Dazu plant QWIEN eine lose Veranstaltungsreihe unter dem Motto Unser Aids: gestern – heute – morgen. Den Start macht ein Gespräch mit dem Berliner Soziologen Michael Bochow zum Thema
„Hat Aids die soziale Situation schwuler Männer verändert und wo stehen wir in dieser Entwicklung im Jahr 2014?“

Foto: David Ausserhofer (WZB)


In den 1980er und 1990er Jahren war Aids nicht nur eine tödliche Bedrohung, die jeden treffen konnte, der nicht entsprechende Vorsichtsmaßnahmen traf, sondern beförderte auch die Angst vieler schwuler Männer vor sozialer Ausgrenzung. Nun scheint im Rückblick die fast paradoxe Situation eingetroffen zu sein, dass gerade Aids männliche Homosexualität und  schwule Lebensweisen grundsätzlich in der Fokus der öffentlichen Wahrnehmung rückte und damit zu einer Enttabuisierung führte.
Heute wird Aids zumindest in den reichen Ländern des Westens als chronische Krankheit bezeichnet, Aids hat damit aber auch seine Sichtbarkeit verloren. Wie änderte sich der soziale Umgang mit HIV-Positiven, wie die Präventionsstrategien, die unter schwulen Männern offenbar nicht mehr greifen, wenn man die steigenden Infektionszahlen gerade in dieser Gruppe von Betroffenen betrachten.
Im Vorfeld der AIDS Konferenz 2014 in Melbourne empfahl die Weltgesundheitsorganisation WHO eine neue Behandlungsmethode: PrEP (Pre-exposure Prophylaxis), also die Einnahme eines HIV-Medikaments als vorbeugende Behandlung, speziell für Männer, die Sex mit Männern haben (sogenannte MSM) und für Paare mit unterschiedlichem Immunstatus. Welche Auswirkungen werden diese Entwicklungen auf die soziale Situation schwulen bzw. HIV-Positiver haben?

Unser Aids, die Internet-Plattform zur Geschichte von HIV und Aids in Österreich, startet mit diesem Gespräch eine Reihe von Veranstaltungen, in denen unterschiedliche Aspekte der Infektion, ihrer Auswirkungen auf Betroffene aber auch auf die gesellschaftliche Entwicklung unter die Lupe genommen werden.
 
Montag, 8. September 2014, 19.30 Uhr
Das Gugg, Heumühlgasse 14, 1040 Wien
Eintritt frei!
 
www.unseraids.at und https://www.facebook.com/unseraids

 

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