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Queere Menschenrechtsfilme

Verfasst von am 29. November 2011 – 11:14Kein Kommentar

Auch dieses Jahr zeigt das Filmfestival für Menschenrechte THIS HUMAN WORLD eine Reihe von Filmen, die sich mit den oft schwierigen Lebensbedingungen von Schwulen, Lesben und TransGender auseinandersetzt. Neben Rent Boys (Die Jungs vom Bahnhof Zoo) von Rosa von Praunheim, dem QWIEN am 3. 12. präsentiert, sind folgende Filme in österreichischer Erstaufführung zu sehen:

THE SISTERS (DIE SCHWESTERN)

1979 entdecken vier Gay-Right-Aktivisten in San Francisco die gesellschaftspolitische Sprengkraft von bärtigen Männern in Nonnenkostümen. Sie beginnen als „Schwestern der Perpetuellen Indulgenz“ für die Rechte Homosexueller zu kämpfen. Mit der Zeit entsteht ein weltweites Netzwerk unabhängiger „Mutterhäuser“ von Menschen unterschiedlicher sexueller Orientierung, die sich als Bestandteil der internationalen Schwesternarbeit betrachten. Die Filmemacher Manfred Hoschek und Sigrid Smejkal nehmen das 30-jährige Jubiläum der Schwestern zum Anlass, einen vertiefenden Blick in einige der Mutterhäuser zu werfen. Glamour wie beim Life Ball in Wien trifft auf durchaus gefährlichen Grassroots-Aktivismus in Uruguay, immer im leidenschaftlichen und unermüdlichen Einsatz für die Sache.

DOKUMENTARFILM, Osterreich (2009), DVD, 70 Min. (OmdU)

Regie: Sigrid Smejkal, Manfred Hoschek

2. Dezember 2011, 20.00 Uhr, Schikaneder Kino, Margaretenstraße 24, 1040 Wien

Webtipp: Trailer Die Schwestern

anschließend: Q&A mit dem/der RegisseurIn

 

THE MARRIAGE (EL CASAMIENTO)

1993 genehmigte die uruguayische Regierung eine Geschlechtsumwandlung. Nach unzähligen psychologischen sowie physischen Tests unterzog sich Julia Brian als zweite Person im Land einer male2female- Operation. Allerdings musste sie bis 2005 warten, bis ihre geschlechtliche Identität vom uruguayischen Staat auch anerkannt wurde. Sie ist jetzt 65 Jahre alt und ihr Lebensgefährte Ignacio González 75. Seit 20 Jahren sind sie ein unzertrennliches Paar und wollen nun vor den Altar treten. Der Film erzählt die Geschichten dieser Menschen, die sich durch Glück getroffen und lieben gelernt haben, gibt uns einen Einblick in ihren Alltag und begleitet sie bei den Vorbereitungen für die Hochzeit.

DOKUMENTARFILM, Uruguay/Argentinien (2011), Beta SP, 71 Min. (OmeU)

Regie: Aldo Garay

3. Dezember 2011, 22.30 Uhr, Schikaneder Kino, Margaretenstraße 24, 1040 Wien

 

THE ADVOCATE FOR FAGDOM

Ein provokanter Künstler, der geistige Sohn von Kenneth Anger und John Waters und einer der  Hauptakteure der Queercore-Bewegung: All dies vereint der Filmemacher, Fotograf und Autor Bruce LaBruce in einer Person. Seine Low-Budget-Filme sind voll von Hardcore-Sex und politischen Botschaften, und zertreten alle Klischees in Bezug auf Homosexualität. John Waters, Bruce Benderson, Harmony Korine, Gus Van Sant, Richard Kern, Rick Castro und andere geben in diesem Film ihre Eindrücke, Theorien und kleine Geheimnisse über Bruce LaBruce preis. Der Film zeigt das Portrait einer komplexen Persönlichkeit, die sich ständig zwischen Punk-Attitüde und Empfindlichkeit bewegt.

DOKUMENTARFILM, Frankreich (2011), DVD, 92 Min. (OF Englisch)

Regie: Angelique Bosio

4. Dezember 2011, 20.00 Uhr, Schikaneder Kino, Margaretenstraße 24, 1040 Wien

Webtipp: Trailer The Advocate of Fagdom

 

DER PAPST IST KEIN JEANSBOY

Der Dokumentarfilm Der Papst ist kein Jeansboy zeigt die Lebenssituation von Hermes Phettberg, der zu einem bevormundeten Außenseiter wurde, als filmische Intervention in Schwarz-Weiß. Der Schauspieler, Kolumnist, Autor, Moderator, der gescheiterte Pastoralassistent, der bekennende schwule Sadomasochist, das Gesamtkunstwerk Hermes Phettberg, bürgerlich Josef Fenns, der schon immer sein Leben, sein Leiden an sich und der Welt schonungslos offen thematisierte wie kaum ein anderer, gibt Einblicke in sein derzeitiges Dasein, sein Leben und auch in sein langsames Sterben. Es ist ein dialektischer Film, in dem auf allen Ebenen formal und inhaltlich ein Dialog angestrebt wird: zwischen Unschärfe und Schwarz-Weiß, zwischen der berühmten Stimme und dem vergessenen Individuum, zwischen dem intakten, wachen Intellekt und dem kranken, maladen Körper.

DOKUMENTARFILM, Osterreich (2011), Blu-Ray, 74 min. (OF Deutsch)

Regie: Sobo Swobodnik

6. Dezember 2011, 22.00 Uhr, Filmhauskino, Spittelberggasse 3, 1070 Wien

anschließendes Publikumsgespräch mit Claus Philipp (Stadtkino Wien), Hermes Phettberg (Protagonist), Josef Hader(Kabarettist und Sprecher)

ACHTUNG! Zusatztermin 6. Dezember 2011, 17.00 Uhr, Filmhauskino

 

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