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Archiv 2009-2011

„Wenn die Conny mit der Petra…“ (2010)

Aspekte lesbischen Lebens in den 50er Jahren (Vortrag und Podiumsgespräch)

Projekt von Stefanie van Felten

Lesbisches Leben in den 50er Jahren in Österreich ist nach wie vor ein weitgehend unerforschtes Gebiet. Schriftliches, bildliches oder auch mündliches Quellenmaterial gibt es nur sehr spärlich. Die gesellschaftlichen Verhältnisse in der Wiederaufbauzeit reduzierte die Frau auf ihre Rolle als Ehefrau und Mutter. Die heterosexuelle Norm und die Dominanz der Männer in der Öffentlichkeit waren trotz des Frauenüberschusses prägend. Erschreckend war die strafrechtliche Situation für Homosexuelle: Auch wenn Männer stärker betroffen waren als Frauen, in der neugegründeten Republik galt der gleiche Strafrechtsparagraph (§129b StGB) wie im diktatorischen NS-Staat. Beengende Verhältnisse, unter denen es schwierig war, für frauenliebende Frauen eine eigene Identität zu finden.

Wie war der Alltag von Frauenbeziehungen? Welche Auswirkungen hatte dieses Frauenbild auf das Verhalten der Gesellschaft gegenüber Frauenpartnerschaften? Welche sexualwissenschaftlichen Auffassungen bestimmten diese Jahre? Warum erfahren wir heute so wenig von dieser Zeit?

Fragen, die in dieser Veranstaltung beantwortet oder diskutiert werden: Im Einführungsvortrag wird ein Blick auf die Situation in Deutschland geworfen. Für die anschließende Podiumsdiskussion werden Vertreterinnen aus Österreich eingeladen, die wissenschaftlich oder künstlerisch über die 50er Jahre arbeiten.

Eingangsvortrag: Kirsten Plötz (D)
Am Podium: Ines Rieder (A), Katharina Miko (A), Heidi Niederkofler (A),
Moderation: Irene Brickner
Termin: 17. November, Das Gugg (Wien)

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„Verdrängtes Unrecht. Die Verfolgung von Schwulen und Lesben im Wien des Nationalsozialismus“ (2009 – ) Es wurden erste Ergebnisse der Forschungen mit einem umfangreichen Folder als Stadtspaziergang durch den 1. und 9. Bezirk vorgestellt. Zwischenergebnisse zu den Recherchen in den Bezirken rund um den Naschmarkt (4.-6.) wurden in den Führungen „Schwul/lesbisches Leben im Wien der Zwischenkriegszeit“ und „Schwul/lesbisches Leben rund um den Naschmarkt“ der Öffentlichkeit präsentiert. Das Projekt „Verdrängtes Unrecht“ wurde teilweise vom Nationalfonds für die Opfer des Nationalsozialismus gefördert.

Erste Ergebnisse dieser Forschungen wurden auch in den beiden Führungen zum schwul/lesbischen Leben rund um den Naschmarkt öffentlich präsentiert.