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Historisches Lesefutter

Der renommierte Medizinhistorischer Florian G. Mildenberger hat den ersten Teil einer historischen Romanbiografie über einen fiktiven, schwulen Prinzen vorgelegt. Andreas Brunner hat Der letzte Schwan gelesen. Mitunter ist es ja ein schwieriges Unterfangen, wenn Wissenschaftler*innen sich ins weite Feld der Belletristik verirren. In der Wissenschaft gibt es klare Regeln, eine von der Fragestellung oft vorgegebene

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Widersprüchliches Leben

Der Historiker Raimund Wolfert, der sich u.a. um die Erforschung unterschiedlicher Strömungen der Homosexuellenbewegung große Verdienste erworben hat, hat eine Biografie des deutschen Juristen Botho Laserstein geschrieben. Beim Lesen mancher Biografien kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Biografierenden gegenüber den Biografierten die nötige Distanz vermissen lassen und statt einer kritischen Lebensbeschreibung eine

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Vieldeutiges Leben

Was schreiben über einen Roman, der allseits gelobt wurde, der von berufenen Literaturkritiker*innen schon in Bezug zu Didier Eribon und Eduard Louis, den schwulen Literaturstars aus Frankreich, gestellt wurde? Neben den literarischen Qualitäten ist es vor allem die Darstellung der schwulen Geschichte, die dieser Roman so lesenswert machen . Von Andreas Brunner Folgt man dem

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Zeugnis einer fotografischen Liebe

Am 14. Dezember wäre der französische Autor und Fotograf Hervé Guibert 65 Jahre alt geworden. Um Guibert, der zu Lebzeiten mit seinen offensiven Aids-Romanen Aufsehen erregte, ist es schon lange still geworden. Umso erstaunlicher war es, dass der Berliner Salzgeber Verlag letztes Jahr einen Fotoband von Hans Georg Berger und Hervé Guibert herausbrachte, der die

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Aktuelle Forschung zur NS-Verfolgung

Kürzlich erschien in Einsicht 2020. Bulletin des Fritz Bauer Instituts eine Aufsatz der beiden Co-Leiter von QWIEN, Andreas Brunner und Hannes Sulzenbacher, in denen sie sich auf Basis ausgewählter Fallbeispiele mit der fortgesetzten Verfolgung homosexueller Männer durch die österreichischen Behörden in der Nachkriegszeit und der langjährigen Weigerung nach Wiedergutmachung widmen. In der Folge stellen wir

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Ich bin am Webstuhl der Welt abhandengekommen

Nachruf auf Friedemann, den Teppichweber – von Andreas Brunner Besuchte man seine Facebookseite trat einem ein soignierter Herr entgegen, kurzes weißes Haar, ein gepflegter ebenso weißer, kurzer Bart, meist im weißen Hemd und Anzug, zumindest mit Gilet. Friedemann, der Teppichweber, wie er sich selbst am liebsten nannte, hieß mit bürgerlichem Namen Friedemann Hoflehner und war

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Queer Andy

Erstmals seit mehr als zwanzig Jahren gibt es in Wien wieder eine große Ausstellung mit Werken Andy Warhols. Das mumok zeigt aber keine Retrospektive, sondern widmet sich dem Ausstellungsmacher Warhol und präsentiert dabei das praktische unbekannte queere Frühwerk des Pop-Art-Künstlers. Von Andreas Brunner Alle kennen die bunten Variationen von Marilyn Monroe und anderen Superstars, die

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Queere Bezirksspaziergänge Alsergrund

QWIEN setzt seine Reihe an queeren Bezirksspaziergängen im September und Oktober im 9. Bezirk fort. Nach den Bezirken 4-6 hat QWIEN nun auch mit Unterstützung der Bezirksvorstehung Alsergrund einen queeren Spaziergang durch den 9. Bezirk konzipiert, bei dem der Schwerpunkt auf der Verfolgung von LGBTI in der NS-Zeit liegen wird. Ausgangspunkt der etwa 2-2,5 stündigen

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QWIEN baut aus und um

Noch ist nicht alles fertig, aber langsam kehrt wieder Regelmäßigkeit in unseren Arbeitsalltag ein, waren wir doch in den letzten Wochen hauptsächlich damit beschäftigt, Regale auszuräumen, Material zwischen zu lagern und Platz zu schaffen für neue Regale und einen neuen Planschrank und vieles mehr.  Schon im letzten Jahr bekamen wir von unserer Hausverwaltung das Angebot,

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MenschenLeben

QWIEN beteiligt sich an der Onlineausstellung MenschenLeben der Österreichischen Mediathek mit ihrer Sammlung an lebensgeschichtlichen Erzählungen. Vom mittlerweile verstorbenen Historiker Gerhard Jagschitz im Jahr 2009 gegründet sammelte das Projekt MenschenLeben der Österreichischen Mediathek bislang  über 1.600 zum Teil mehrstündige Gespräche mit Frauen* und Männern* – von jungen Erwachsenen bis zu betagten Menschen. Dafür erzählen sie

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