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homo:hetero
Ohne es groß mit Parteiwerbung zu schmücken, starteten die Grünen Andersrum in Zusammenarbeit mit den Grüne MigrantInnen ein Projekt, das seinesgleichen in Europa suchen muss. Die Internetplattform homo:hetero und gedruckte Broschüren geben niedrigschwellig Informationen über Homosexualität.
 
Oft sind die einfachsten Fragen am schwierigsten zu beantworten. Wie erklärt man jungen Menschen, aber auch Menschen mit einem nicht westlichen Bildungshintergrund Homosexualität? Wie kann schwules Empfinden mit Vorstellungen von Männlichkeit, bei denen in vielen Kulturen homosexuelle Männer verdammt werden, in Einklang gebracht werden? Was macht einen Mann zum Mann? Und ist Homosexualität eigentlich „heilbar“? Du was sagt Gott dazu?
 
Die Defizite in der Aufklärung sind vor allem bei Menschen mit migrantischem Hintergrund groß. Und Fakt ist, dass ein Drittel der Wiener Bevölkerung kein österreichischen Wurzeln hat. Man wird mit dieser Aufklärungskampagne keine anatolischen Patriarchen oder erzkonservative polnische KatholikInnen erreichen, aber Aufklärung war schon immer ein Projekt, das nicht von heute auf morgen geht. In den 1970er Jahren waren auch ÖsterreicherInnen deutlich homophober als heute. Daher ist es wichtig unterschiedliche Gruppen mit differenzierten Informationen zu versorgen.
 
Außerdem ist es wichtig jungen Schwulen, Lesben und Transgendern den einfachen Zugang zu Informationen in ihrer Muttersprache zu ermöglichen. Wen sollten sie fragen? In ihren Familien ist das Reden über Sexualität oft tabu. Erst recht, wenn es um Homosexualität geht. Die Internetseite wird auch aus der ganzen Welt angesurft – ein Vorteil des Internets bei der Verbreitung von aufklärendem Material. In der Druckversion kann man die handliche Broschüre in folgenden Sprachen bestellen: deutsch/polnisch, deutsch/türkisch, deutsch/arabisch, deutsch/Nas-Jezik (eine Mischung aus serbisch, bosnisch und kroatisch),sowie englisch/französisch. Auf der Internetseite sind inzwischen siebzehn Sprachen online.
 
Eine tolle Leistung!
 
Alle weiteren Informationen auf www.homohetero.at
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