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„Warme vor Gericht“ (2016-2018)

„Warme“ vor Gericht. (2016 – 2018)
Zu Selbst- und Fremdbildern homosexueller Männer in der Zeit des Nationalsozialismus in Österreich

Projektförderung: Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus, Zukunftsfonds der Republik Österreich

Projektleitung: Christopher Treiblmayr
Hauptbearbeiterin: Manuela Bauer
Mitarbeit: Andreas Brunner, Hannes Sulzenbacher

Projektlaufzeit: 2016–2018

Beschreibung: Basierend auf den Vorgängerprojekten „Namentliche“ Erfassung der homosexuellen und transgender Opfer des NS in Wien sowie Strafverfolgung homosexueller Handlungen durch die NS-Militärgerichtsbarkeit in Wien 1938 bis 1945 hatte das Projekt „Warme“ vor Gericht einen ersten und zentralen Auswertungsschritt der in der QWIEN-Opferdatenbank erfassten Informationen zum Ziel. Aus dem Gesamtbestand wurde ein Sample von 434 Personen hinsichtlich deren soziodemographischer Eckdaten und Verfolgungsgeschichte untersucht. Zentral war dabei, welche Selbst- und Fremdbilder sich aus den Strafakten jener Personen destillieren lassen, die als Homosexuelle verfolgt wurden und welche Rückschlüsse daraus auf die Identitätskonstruktionen Homosexueller einerseits und die Fremdzuschreibungen durch die nationalsozialistischen Verfolger andererseits gezogen werden konnten. Die qualitative und quantitative Auswertung dieses Samples stellte die umfangreichste, jemals in Österreich durchgeführte Studie zu Selbst- und Fremdbildern männlicher Homosexueller beziehungsweise als homosexuell verfolgter Männer durch die nationalsozialistischen Verfolgungsbehörden dar. Hinsichtlich Fragen der Milieuzugehörigkeit oder Verhaftungszahlen garantierte die zufällige Auswahl der Fälle garantierte darüber hinaus die Repräsentativität der statistisch ausgewerteten Daten für den in der Opferdatenbank erfassten Gesamtbestand. Abb. Hier ev. das ÖZG-Cover, das sich beim Festakt zehn Jahre QWIEN auf der Website findet? Oder die Demo 1980 aus dem Hosi-Archiv mit einer Bildunterschrift zur Bedeutung des Projekts im Hinblick auf die realistische Einschätzung von Opferzahlen – die Bedeutung wiss. Forschung in diesem Bereich allgemein?

Publikation der Projektergebnisse: Manuela Bauer, Andreas Brunner, Hannes Sulzenbacher, Christopher Treiblmayr: „Warme“ vor Gericht. Zu Selbst- und Fremdbildern homosexueller Männer in der Zeit des Nationalsozialismus in Österreich, in: Österreichische Zeitschrift für Geschichtswissenschaften 29, 2018, 2, S. 86–110.

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