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QWIEN soll ein queeres Kulturhaus werden

In einem Interview mit dem Schweizer Magazin Die Mannschaft hat Kulturstadträtin Veronika Kaup-Hasler die Erweiterung von QWIEN zu einem queeren Kulturhaus angekündigt.

Im Regierungsprogramm von SPÖ und NEOS ist die „Verankerung queerer Geschichte in Wien und verstärkte Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit“ vereinbart. „Ein Forschungs- und Communityzentrum soll die LGBTIQ-Geschichte der Stadt dokumentieren, archivieren und vermitteln.“ QWIEN besitzt dabei alle Voraussetzungen, um diese Aufgaben zu erfüllen. Seit mehr als zehn Jahren sammelt QWIEN Dokumente und Materialien zur queeren Geschichte der Stadt und baut eine Forschungsbibliothek auf, deren Katalog jüngst online ging. Neben den populären queeren Stadt- und Bezirksspaziergängen sind Mitarbeiter:innen von QWIEN aus als Kurator:innen von Ausstellungen tätig. Zuletzt etwa bei der Ausstellung Sex in Wien, die 2016 im Wienmuseum gezeigt wurde, oder als Gäste bei Veranstaltungen im Belvedere oder Kunsthistorischen Museum (KHM), wo wir unsere Kompetenz in queerer Geschichte einbringen. Ein weiteres Standbein der Arbeit von QWIEN sind langjährige Forschungsprojekte wie die Namentliche Erfassung der Opfer der NS-Homosexuellenverfolgung oder zum Bild orientalischer Männlichkeit in der deutschsprachigen Kulturgeschichte.

Die Wiener Kulturstadträtin Veronika Kaup-Hasler wünscht sich „ein queeres Zentrum, das modern und zeitgenössisch, einfach lebendig“ sein soll, einen interdisziplinären Raum, der offen ist für Ausstellungen und Veranstaltungen der Community. In Absprache mit dem Kulturamt der Stadt Wien und dem LGBTIQ*- und Kultursprecher der NEOS Thomas Weber soll dieses neue queere Kulturzentrum ab 2022 Wirklichkeit werden. Ein von QWIEN erarbeitetes Konzept sieht neben einer Ausstellungshalle für zwei parallel laufende Ausstellungen einen Veranstaltungsraum für Lesungen, Präsentationen oder Diskussionsveranstaltungen vor. Daneben sollen moderne Archivräumlichkeiten, ein ansprechender Lesesaal und Arbeitsplätze für Forschende und Mitarbeiter:innen geschaffen werden. Ein Café soll den Ort auch zu einem lebendigen Zentrum der Begegnung werden lassen.

Daher ist QWIEN auf der Suche nach einer passenden Immobilie, denn das neue queere Kulturhaus soll sich laut Kaup-Hasler „in keiner Lagerhalle am Stadtrand ansiedeln, sondern zentral gut sichtbar und leicht zu finden sein.“ Der Raumbedarf beträgt mindestens 1.800 m2, das Haus soll innerhalb des Gürtels oder knapp außerhalb liegen, auf jeden Fall mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar sein. Eine Voraussetzung ist, dass die Immobilie barrierefrei adaptierbar ist. Es kann sich dabei um ein eigenes Haus, den Teil eines Hauses aber auch eine Gewerbe- oder Industrieimmobilie oder Halle handeln. Wer von einem entsprechenden Leerstand weiß, möge sich bitte an QWIEN wenden. Wir freuen uns über entsprechende Hinweise unter office@qwien.at

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