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Projekt „Regenbogenfilme“ mit dem Filmmuseum + Aufruf

Wir freuen uns über den Start des Projekts „Regenbogenfilme“ in Zusammenarbeit mit dem österreichischen Filmmuseum!

Im Rahmen des Forschungsprojekts „Regenbogenfilme“ sucht das Österreichische Filmmuseum gemeinsam mit QWIEN – Zentrum für queere Geschichte nach privaten und „inoffiziellen“ Filmen und Videos aus der Zeit von 1900 bis 2010, die lesbisches, schwules und trans* Leben zeigen. Home Movies und private Aufzeichnungen von z.B. Festen, Demos, Clubs, Partys, Erinnerungen, Leben im Exil, Kabarett, Performances, Ausflügen aufs Land, Reisen, Travestie- und Dragshows, vom Winterausflug bis zum Strandurlaub, Sport, Events, Verpartnerungen, Hochzeiten, Spaziergänge, dokumentierte Vereinsarbeit, Orte der Community, Erotisches, Pornografisches, Sehnsuchtsorte uvm.
 
Amateur- und Hobbyfilme, private Dokumentationen sind einzigartige Quellen der Zeitgeschichte und Alltagskultur. Diese Werken sind für uns eine Quelle der Geschichtsschreibung und sucht nach Möglichkeiten einer queer-sensiblen Aufbereitung dieser Geschichte für jüngere Generationen und die Nachwelt. Als Filminstitution das Filmmuseum diese Dateien mediengerecht bewahren – sie vor Schimmel und Zersetzung schützen. Die Langzeiterhaltung dieser Filme und Videos in ihrer ursprünglichen Form ist ein Primärziel des Projekts. Ein queer-sensibler, medienethisch verantwortungsvoller Umgang mit den Bildern ist uns dabei zentral: Im Rahmen des Forschungsprojekts „Visual History of LGBTIQ+ in Austria and Beyond“ werden die Filme auf ihren politischen, sozialgeschichtlichen und ästhetischen Gehalt hin betrachtet, analysiert und archiviert. Das Projekt wird von Dr. Katharina Müller (Österreichisches Filmmuseum & IFK Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften | Kunstuniversität Linz in Wien) geleitet. Gemeinsam mit den Überbringer*innen werden die Filme besprochen und entschieden, in welcher Form sie gezeigt werden sollen/dürfen: Nur als Dokumente für die historische Forschung, anonymisiert oder auch bei öffentlichen Präsentationen und Vorführungen. Der Erhalt dieser filmischen Schätze birgt die Chance der Begegnung mit dem Lebensgefühl aus einer Zeit, in der Bilder von uns selten waren.

 
WIR BRAUCHEN EURE HILFE! Hast du selbst gefilmt oder kennst Personen aus der Community, die gefilmt haben? Kontaktiere uns unter regenbogenfilme@filmmuseum.at.

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