{"id":11221,"date":"2025-07-15T21:37:03","date_gmt":"2025-07-15T19:37:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.qwien.at\/nicht-kategorisiert\/historische-aufklarungsarbeit\/"},"modified":"2025-07-15T21:37:03","modified_gmt":"2025-07-15T19:37:03","slug":"historische-aufklarungsarbeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.qwien.at\/en\/qwien-books\/historische-aufklarungsarbeit\/","title":{"rendered":"Historische Aufkl\u00e4rungsarbeit"},"content":{"rendered":"<p><strong>In Wien soll noch in dieser Legislaturperiode ein Denkmal f\u00fcr die Homosexuellen und transgender Opfer des Nationalsozialismus errichtet werden. So steht es zumindest im rot-gr\u00fcnen Regierungs\u00fcbereinkommen. So es dazu kommt, sollten die verantwortlichen PolitikerInnen den Sammelband\u00a0<\/strong><strong>\u201eHomophobie und Devianz. Weibliche und m\u00e4nnliche Homosexualit\u00e4t im Nationalsozialismus\u201c<\/strong><em><strong>\u00a0lesen. Damit sie wissen, was sie tun.<\/strong><\/em>\u00a0Seit der \u00dcbergabe des\u00a0<em>Denkmals f\u00fcr die verfolgten Homosexuellen im Nationalsozialismus<\/em>\u00a0in Berlin an die \u00d6ffentlichkeit gab es Streit, vor allem unter Lesben und Schwulen einerseits, weil sich Erstere durch das Mahnmal, das ein Video mit einem k\u00fcssenden M\u00e4nnerpaar zeigt, nicht repr\u00e4sentiert f\u00fchlen, und zwischen Jenen, die f\u00fcr eine Adaptierung des Denkmals eingetreten sind, und einer Gruppe von HistorikerInnen, die von einer \u201eVerf\u00e4lschung des Gedenkens\u201c, bisweilen sogar von \u201eGeschichtsklitterung\u201c spaechen. Der von Insa Eschebach, der Leiterin der Mahn- und Gedenkst\u00e4tte Ravensbr\u00fcck, herausgegebene Tagungsband bietet aber weit mehr als die Grundlagen f\u00fcr die kontroverse Diskussion um das Berliner Denkmal, die ebenfalls konzise nachgezeichnet wird. Die Grundlagen der Verfolgung von Homosexuellen in der NS-Zeit legt Susanne zur Nieden in ihrem Aufsatz\u00a0<em>Der homosexuelle Staats- und Volksfeind<\/em>\u00a0dar, wobei sie sich auf die geistesgeschichtlichen Grundlagen, die bis ins Wilhelminische Kaiserreich und die Weimarer Republik zur\u00fcckreichen, konzentriert. Mit der Ermordung Ernst R\u00f6hms aus machtpolitischen Gr\u00fcnden kommt es auch zu einer Radikalisierung der Homosexuellenverfolgung, da diese \u2013 ohne gro\u00dfen Widerspruch aus der Bev\u00f6lkerung \u2013 als Begr\u00fcndung f\u00fcr die Beseitigung R\u00f6hms und weiterer politischer Gegner vorgeschoben wurde. M\u00e4nnliche Homosexualit\u00e4t wurde als \u201eSeuche\u201c gebrandmarkt, da sie den nationalsozialistischen M\u00e4nnerstaat in seinen Grundfesten bedroht.<\/p>\n<p><strong>Verfolgung von Lesben<\/strong>\u00a0Mit Claudia Schoppmanns Beitrag \u00fcber die Verfolgung lesbischer Frauen sind wir bereits im Zentrum des Denkmalstreits angelangt, denn das \u201eNS-Regime machte deutliche Unterschiede in der Repression homosexueller M\u00e4nner einerseits und Frauen andererseits\u201c. Strafrechtliche Verfolgung von Lesben war nur in Bereich des \u201eangeschlossenen\u201c \u00d6sterreich m\u00f6glich, da der \u00a7129Ib geschlechtsneutral formuliert war und seit seiner Einf\u00fchrung 1853 (1804, wie Schoppmann schreibt, hie\u00df er noch \u00a7 113) auch Frauen bei Vorliegen des Tatbestands \u201eUnzucht wider die Natur\u201c p\u00f6nalisierte. Schoppmann zeigt aber, dass auch im sogenannten \u201eAltreich\u201c lesbische Frauen verfolgt, inhaftiert und in Konzentrationslager verschleppt wurden. Wie sie auch in einem zweiten Beitrag anhand von vier Biografien zeigt, wurden lesbische Frauen im KZ Ravensbr\u00fcck als politische H\u00e4ftlinge gef\u00fchrt, zus\u00e4tzlich aber auch in den Lagerkarteien als \u201elesbisch\u201c gekennzeichnet. Dass man gerade bei der Verfolgung lesbischer Frauen im Nationalsozialismus nicht nur die reine strafrechtliche Dimension beachten muss, sondern sich grunds\u00e4tzlich Gedanken \u00fcber den \u201eBegriff Verfolgung\u201c machen muss, zeigt Jens Dobler in seinem Aufsatz \u00fcber\u00a0<em>Unzucht und Kuppelei<\/em>. Weder in der Geschichtswissenschaft noch in der Soziologie ist der Begriff Verfolgung ausreichend definiert, es zeigt sich aber anhand der erhaltenen Quellen, dass die Nationalsozialisten Lesben sehr wohl verfolgten, wenn auch nicht unter dem Titel des \u00a7175, der in Nazideutschland nur m\u00e4nnliche Homosexualit\u00e4t strafrechtlich ahndete, sondern unter anderen Tatbest\u00e4nden, wie Kuppelei oder einem schwammig definierten Unzuchts- bzw. Sittlichkeitsbegriff. So kommt Jens Dobler zum Schluss: \u201eWenn wir die Ma\u00dfnahmen zur Unterbindung, Unterdr\u00fcckung und Einsch\u00fcchterung von Lesben betrachten und noch dazu eine generalpr\u00e4ventive Bedeutung des Paragrafen 175 sehen, die sich immer auch auf weibliche Homosexualit\u00e4t erstreckte, kann man zu keinem anderen Ergebnis kommen, als dass Lesben ebenso eine Verfolgtengruppe waren wie Schwule.\u201c<strong>Homophobe Stereotypen<\/strong><\/p>\n<p>Neben dem bereits erw\u00e4hnten biografischen Beitrag von Claudia Schoppmann \u00fcber vier lesbische Frauen im KZ Ravensbr\u00fcck besch\u00e4ftigt sich auch Insa Eschebach mit weiblicher Homosexualit\u00e4t im Frauenlager Ravensbr\u00fcck, insbesondere mit den homophoben Stigmatisierungen, die lesbische Frauen in der Erinnerungsliteratur von ehemaligen KZ-Insassinnen erhalten haben. Immer wieder wird lesbische Sexualit\u00e4t in einen Zusammenhang von Gewalt und Prostitution gebracht, wobei es vor allem auch zu einer \u201eretrospektiven Sexualisierung des SS-Personals und der Funktionsh\u00e4ftlinge\u201c kommt. Dass die \u201eM\u00e4nner mit dem rosa Winkel\u201c in den Konzentrationslagern nach den rassisch verfolgten Juden und Roma und Sinti zur untersten H\u00e4ftlingskategorie mit einer der h\u00f6chsten Todesraten z\u00e4hlten, ist aus Untersuchungen zu einzelnen KZs bereits bekannt, eindrucksvoll erl\u00e4utert Alexander Zinn aber die homophoben Motive, die hinter dieser prek\u00e4ren Situation der homosexuellen H\u00e4ftlinge steckten. Keiner konsistenten Gruppe wie den unterschiedlichen politischen Gruppierungen oder den \u201eBibelforschern\u201c angeh\u00f6rend, konnten die Schwulen innerhalb des Lagers keine Selbstorganisation schaffen, die ihnen das Leben und \u00dcberleben erleichtert h\u00e4tte. Einerseits waren sie der Willk\u00fcr des Wachpersonals und der SS ausgeliefert, andererseits hielt sich unter den politischen H\u00e4ftlingen selbst im KZ das homophobe Stereotyp des \u201eschwulen Nazi\u201c, auch wenn \u2013 wie Alexander Zinn festh\u00e4lt \u2013 die \u201eangebliche Verbindung von SS, Sadismus und Homosexualit\u00e4t [\u2026] nur wenig mit der Realit\u00e4t zu tun\u201c hatte. Es waren vor allem die (kommunistischen) Antifaschisten, die im Lager (vermeintliche) Homosexualit\u00e4t als Mittel der Denunziation einsetzten aber auch bis weit in die Nachkriegszeit die Aufarbeitung der NS-Verbrechen an Homosexuellen verhinderten, weil die Stigmatisierung und Diskreditierung des politischen Gegners als homosexuell eine \u201ealtbew\u00e4hrte Strategie\u201c im politischen Kampf darstellte. \u201eR\u00fcckgriffe auf etablierte Denunziationsmuster\u201c stellt auch Klaus M\u00fcller in seinem Aufsatz \u00fcber\u00a0<em>Gedenken und Verachtung<\/em>\u00a0fest, wenn er den gesellschaftlichen Umgang mit der Homosexuellenverfolgung thematisiert. Den Umgang mit der \u201eHomosexuellenfrage\u201c nach 1945 sieht er von zwei Perspektiven ma\u00dfgeblich gepr\u00e4gt: \u201edem Mythos einer kausalen Verbindung zwischen Homosexualit\u00e4t und Faschismus und der Weigerung, die nationalsozialistische Homosexuellenverfolgung als Unrecht anzuerkennen.\u201c Er betont, dass in den Theoriemodellen von Psychoanalytikern wie Wilhelm Reich oder Erich Fromm bis hin zu den \u201eM\u00e4nnerphantasien\u201c von Klaus Theweleit vor allem aus einer linken Perspektive \u201eein kausaler Zusammenhang zwischen faschistischen M\u00e4nnerb\u00fcnden, Homosexualit\u00e4t und Gewalt unterstellt wird\u201c. Ein zentrales Motiv f\u00fcr die Diffamierung Homosexueller in der Nachkriegsgesellschaft, die auch die Aufarbeitung der Naziverbrechen an Schwulen verhinderte, l\u00e4sst M\u00fcller aber unbeachtet: den generellen P\u00e4dophilieverdacht<a title=\"\" href=\"http:\/\/www.qwien.at\/2012\/09\/13\/historische-aufklarungsarbeit\/#_ftn1\">[1]<\/a>, dem m\u00e4nnliche Homosexuelle unterlagen und oft noch unterliegen.<\/p>\n<div id=\"attachment_1914\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.qwien.at\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/Mauthausen1-300x225.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1914\" class=\"size-medium wp-image-1914\" title=\"Mauthausen\" src=\"https:\/\/www.qwien.at\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/Mauthausen1-300x225.jpg\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" srcset=\"http:\/\/www.qwien.at\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/Mauthausen1-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.qwien.at\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/Mauthausen1-768x576.jpg 768w, http:\/\/www.qwien.at\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/Mauthausen1.jpg 800w\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1914\" class=\"wp-caption-text\">Gedenktafel in Mauthausen<\/p><\/div>\n<p><strong>Totgeschlagen \u2013 Totgeschwiegen<\/strong>\u00a0Dank des Einsatzes der\u00a0<em>Homosexuellen Initiativen \u00d6sterreichs<\/em>\u00a0wurde 1984 in Mauthausen die weltweit erste Gedenktafel zur Erinnerung an die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus gegen den Widerstand zahlreicher Vertreter anderer Opfergruppen mit der Inschrift\u00a0<em>Totgeschlagen \u2013 Totgeschwiegen<\/em>\u00a0enth\u00fcllt, dass es seit 2007 aber auch in Wien ein Mahnmal f\u00fcr diese gibt, entspricht aber nicht den Tatsachen. Dass der rosa Winkel vom \u201enationalsozialistischen Kennzeichen des Untermenschen zum kollektiv-stolzen Erkennungszeichen Homosexueller in den 1970er- und 1980er-Jahren\u201c wurde, also die \u201eWahl eines Nazi-Symbols als Identifikationszeichen\u201c, erscheint M\u00fcller \u201eseltsam geschichtslos\u201c, weil es als \u201eabstraktes Zeichen\u201c zwar ein \u201epolitisches Signal\u201c sei, aber nicht an die erinnere, \u201edie gezwungen worden waren, ihn zu tragen\u201c. M\u00fcller unterstellt in diesem Zusammenhang, dass die Adaptierung dieses Symbols der Unterdr\u00fcckung \u201esicherlich etwas \u00fcber das Gef\u00fchl der Bedrohung aus[sagt], das noch in den 1970er-Jahren pr\u00e4sent war\u201c, vergisst dabei aber, dass die Umkehrung des rosa Winkel auch mit einer Umwertung von Diskriminierung und Verfolgung in einem breiteren Zusammenhang zu interpretieren ist. So wurde auch in den 1970er-Jahren die als Schimpfwort gebrauchte Bezeichnung \u201eschwul\u201c gegen den Widerstand konservativer Teile der Schwulenbewegung von ihren radikaleren Vertretern zu einem Begriff des Stolzes umgedeutet. Sowohl M\u00fcller als auch Thomas Rahe betonen, dass \u201edie etablierte Geschichtswissenschaft jahrzehntelang kein Interesse an der Erforschung der NS-Homosexuellenverfolgung hatte\u201c, und dass sie damit auch lange Zeit aus dem Kanon des Gedenkens ausgeschlossen waren. Da Homosexualit\u00e4t sowohl im Deutschland als auch im \u00d6sterreich der Nachkriegszeit strafbar blieb, homosexuelle Opfer daher auch keine \u201eLobby\u201c hatten und die Homosexuellenorganisationen, die sich f\u00fcr das Gedenken einsetzten, sich \u201enicht aus dem Kreis der unmittelbar Verfolgten selbst\u201c zusammensetzten, hatten sie auch nicht \u201ederen pers\u00f6nliches moralisches Gewicht\u201c, um die Verfolgungsgeschichte von Lesben und Schwulen an den einzelnen Gedenkorten entsprechend zu thematisieren. Diese besondere Situation hat auch Auswirkungen auf die Formen des Gedenkens, die auch f\u00fcr die geplante Errichtung eines Denkmals in Wien zu beachten w\u00e4ren.<\/p>\n<div id=\"attachment_1915\" style=\"width: 235px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.qwien.at\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/Denkmal_fuer_verfolgte_Homosexuelle_Berlin2-225x300.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1915\" class=\"size-medium wp-image-1915\" title=\"Denkmal_fuer_verfolgte_Homosexuelle_Berlin2\" src=\"https:\/\/www.qwien.at\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/Denkmal_fuer_verfolgte_Homosexuelle_Berlin2-225x300.jpg\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" srcset=\"http:\/\/www.qwien.at\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/Denkmal_fuer_verfolgte_Homosexuelle_Berlin2-225x300.jpg 225w, http:\/\/www.qwien.at\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/Denkmal_fuer_verfolgte_Homosexuelle_Berlin2.jpg 450w\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1915\" class=\"wp-caption-text\">Denkmal in Berlin; Foto: Times (Wikipedia)<\/p><\/div>\n<p><strong>Formen des Gedenkens<\/strong>\u00a0Sind die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus \u201ef\u00fcr die nachfolgenden Generationen der Homosexuellen die Erben ihrer \u00c4ngste\u201c? Ist es legitim, wenn \u201eIdentit\u00e4t heutiger Homosexueller (in Deutschland) durch das Trauma der nationalsozialistischen Verfolgung mitbestimmt\u201c ist, oder bedeutet das Gedenken an verfolgte Lesben und Schwule im Nationalsozialismus, wenn es heute als identit\u00e4tsstiftend politisch eingesetzt wird, einen Missbrauch von Geschichte? Mit Blick auf die\u00a0<em>Frauen von Ravensbr\u00fcck<\/em>\u00a0zeigt Insa Eschebach in ihrem Beitrag, wie stark auch das Gedenken an verfolgte Frauen von einem im Grunde patriarchale Denken gepr\u00e4gt war. Frauen wurde lange Zeit zuallererst als M\u00fctter gedacht, deviante Frauen, \u201esogenannte asoziale H\u00e4ftlinge, lesbische Frauen, Kriminelle, Prostituierte, J\u00fcdinnen, Sinti und Roma, Zeugen Jehovas und viele andere mehr wurden zur ausgesparten Geschichte Ravensbr\u00fccks\u201c. Dass es inzwischen auch zu einem Wechsel der Geschlechterstereotypen im Gedenken kam, zeigt sie an der Geschichte des Gedenkens in einem bis in die 1990er-Jahre vergessenen Teil des Lagers Ravensbr\u00fcck: des \u201eJugendschutzlagers Uckermark\u201c, wo heute auf Initiative engagierter Frauen und Lesben vor allem \u201eunangepasster Weiblichkeit\u201c gedacht wird. Womit wir beim heutigen Gedenken angelangt w\u00e4ren. Stefanie Endlich stellt die Genese des Berliner Homosexuellen-Denkmals dar und setzt es in einen Zusammenhang mit anderen nationalen Denkm\u00e4lern der deutschen Gedenkkultur. In Bezug auf das geplante Wiener Denkmal zeigt sich sofort ein gro\u00dfer Unterschied. Ist das Gedenken in Deutschland sowohl beim Denkmal f\u00fcr die ermordeten Juden Europas, dem noch zu verwirklichenden Mahnmal f\u00fcr die ermordeten Sinti und Roma aber auch dem 2008 er\u00f6ffneten Homosexuellen-Denkmal ein nationales Unternehmen, bleibt Gedenken in \u00d6sterreich auf Wien beschr\u00e4nkt. Weder gibt es in \u00d6sterreich, dem Land der Kriegerdenkm\u00e4ler, einen nationalen Konsens zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus noch einen Willen dazu. Es ist das Land bzw. die Stadt Wien, die sich des Gedenkens annehmen \u2013 sowohl was die ermordeten \u00f6sterreichischen J\u00fcdinnen und Juden anbelangt, als auch das anderer Opfergruppen.\u00a0<strong>Wer gedenkt wem?<\/strong>\u00a0Deutlich zeigt Stefanie Endlich, wie die Ausschreibungsbedingungen f\u00fcr den Wettbewerb zum Berliner Mahnmal, aus dem schlie\u00dflich das verwirklichte Projekt des K\u00fcnstlerduos Michael Elmgreen und Ingar Dragset hervorging, die Diskussionen, die es bis heute um das Mahnmal gibt, pr\u00e4judiziert haben. Dass die Betonstele, die auf das auf der gegen\u00fcberliegenden Stra\u00dfenseite liegende Mahnmal f\u00fcr die ermordeten europ\u00e4ischen Juden Bezug nimmt, das Video eines k\u00fcssenden M\u00e4nnerpaares zeigt, f\u00fchrte umgehend zu einem Protestschrei von Lesben, die sich unter der Federf\u00fchrung von Alice Schwarzer und ihrer Zeitschrift EMMA aus dem Gedenken ausgeschlossen f\u00fchlten. Ist das Berliner Homosexuellen-Denkmal \u00fcberhaupt \u201eEin Denkmal f\u00fcr Schwule UND Lesben?\u201c fragt berechtigterweise Corinna Tomberger in ihrem Aufsatz. Als die Politik auf den Druck von Seite der Frauen reagierte und den K\u00fcnstlern eine Bespielung mit wechselnden Filmen abrang, war weiterer Streit bereits auf dem Weg: HistorikerInnen protestierten gegen eine \u201eVerf\u00e4lschung der Geschichte\u201c, da es \u201ehistorisch nicht zu belegen [sei], dass lesbische Frauen im Nationalsozialismus individueller Verfolgung aufgrund ihrer sexuellen Orientierung ausgesetzt gewesen seien.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_1916\" style=\"width: 235px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.qwien.at\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/Denkmal_fuer_verfolgte_Homosexuelle_Berlin-225x300.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1916\" class=\"size-medium wp-image-1916\" title=\"Denkmal_fuer_verfolgte_Homosexuelle_Berlin\" src=\"https:\/\/www.qwien.at\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/Denkmal_fuer_verfolgte_Homosexuelle_Berlin-225x300.jpg\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" srcset=\"http:\/\/www.qwien.at\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/Denkmal_fuer_verfolgte_Homosexuelle_Berlin-225x300.jpg 225w, http:\/\/www.qwien.at\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/Denkmal_fuer_verfolgte_Homosexuelle_Berlin.jpg 450w\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1916\" class=\"wp-caption-text\">Das k\u00fcssende M\u00e4nnerpaar; Foto: Times (Wikipedia)<\/p><\/div>\n<p>Seit J\u00e4nner 2012 gibt es einen neuen Film im Inneren des Denkmals, der insgesamt f\u00fcnf Kussszenen zeigt, darunter zwei lesbische. Tomberger kritisiert daran, dass auch dieser Film sich darauf beschr\u00e4nkt, \u201elesbische Frauen in eine Rahmung einzupassen, die sich an schwuler Geschichte orientiert\u201c und dass auch der zweite Film keinen \u201eAusweg aus dem Dilemma [bietet], das dem Denkmal aufgrund seiner Widmung strukturell innewohnt\u201c. Zwei Grundprobleme sind dabei nicht gel\u00f6st und k\u00f6nnen wahrscheinlich auch nicht gel\u00f6st werden: Wie thematisiert man in und mit einem Denkmal die historisch belegte unterschiedliche Qualit\u00e4t und Quantit\u00e4t der Verfolgung von Schwulen und Lesben einerseits und wie wirkt man einer identit\u00e4tspolitischen Vereinnahmung des Gedenkens entgegen, wenn man in und mit einem Denkmal, das die Verfolgung im Nationalsozialismus zum Thema hat, auch auf gegenw\u00e4rtige Diskriminierungen verweisen will. F\u00fcr Wien stellt sich zudem eine weitere schwer zu l\u00f6sende Frage. Der Arbeitstitel f\u00fcr ein Wiener Denkmal ist: Mahnmal f\u00fcr die homosexuellen und transgender Opfer des Nationalsozialismus. In politischer \u00dcberkorrektheit hat man von Seiten der Stadt Wien zu den ohnehin schon schwer unter einem Deckel vereinbaren Opfergruppen der Schwulen und Lesben eine dritte hinzugef\u00fcgt, die es im Nationalsozialismus als verfolgte \u201eKategorie\u201c gar nicht gab, die Transgender, und die deshalb auch keiner nachweisbaren Verfolgung ausgesetzt waren. Zwar sind einzelne Schicksale nachweisbar, die man heute als Transgender bezeichnen w\u00fcrde, aber rechtfertigen diese eine Benennung als nationalsozialistische Opferkategorie? \u00d6ffnet man das Gedenken hingegen f\u00fcr eine breite Gruppe an Verfolgten, bringt auch einen Gegenwartsbezug ein, stellt sich die Frage, ob nicht das Gedenken an die spezifische nationalsozialistische Verfolgung verw\u00e4ssert wird. Plant man ein Denkmal, das sich \u2013 und das w\u00e4re ja ein diskussionsw\u00fcrdige Position \u2013 dem Verfolgungskontinuum von Schwulen, Lesben und Transgender in der \u00f6sterreichischen Geschichte widmet, m\u00fcsste man im Grunde eine Verfolgungsgeschichte bis zur Gegenwart erz\u00e4hlen. In dieser w\u00e4re der Nationalsozialismus dann \u201enur\u201c die brutalste und gewaltt\u00e4tigste Episode. Dann sollte man es aber auch anders benennen.<a href=\"https:\/\/www.qwien.at\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/Cover_Eschebach.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-1918\" title=\"Cover_Eschebach\" src=\"https:\/\/www.qwien.at\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/Cover_Eschebach.jpg\" alt=\"\" width=\"180\" height=\"261\" \/><\/a>\u00a0Beide Filme des Berliner Denkmals sind\u00a0<a href=\"http:\/\/www.stiftung-denkmal.de\/denkmaeler\/denkmal-fuer-die-verfolgten-homosexuellen\/film-im-inneren-des-denkmals.html#c955\">hier\u00a0<\/a>zu sehen.\u00a0<strong>Insa Eschebach (Hrsg.): Homophobie und Devianz. Weibliche und m\u00e4nnliche Homosexualit\u00e4t im Nationalsozialismus. Berlin: Metropol Verlag 2012<\/strong>(erh\u00e4ltlich bei\u00a0<a href=\"http:\/\/www.loewenherz.at\/index_lw_nr.php?LWNR=8488\">L\u00f6wenherz<\/a>)<\/p>\n<div>\n<div><a title=\"\" href=\"http:\/\/www.qwien.at\/2012\/09\/13\/historische-aufklarungsarbeit\/#_ftnref1\">[1]<\/a>\u00a0Wie wirkungsm\u00e4chtig die Bilder des homosexuellen Verf\u00fchrers von Kindern und Jugendlichen war (und in manchen Kreisen nach wie vor ist), zeigt die \u00f6sterreichische Diskussion und das Wirken des auch in der BRD t\u00e4tigen Gutachters Roland Grassberger. vgl dazu die Rezension von Hans-Peter Weingands Beitrag in Invertito 13\/2011 auf http:\/\/www.qwien.at\/?p=1855.<\/div>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\t\t\t\t<![CDATA[]]>\t\t<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[267,271],"tags":[],"class_list":["post-11221","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-qwien-books","category-literature-archive","grve-entry-item","grve-blog-item"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.5 - 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