Die blaue Brosche
16. August 2014 – 13:32 | Kein Kommentar

Der Restaurator und Künstler Max Kübeck hat seine Familiengeschichte großteils nach Dokumenten mit romanhaften Passagen geschrieben und gibt dabei tiefe Einblicke in die Geschichte Österreichs. Andreas Brunner hat es gelesen.
Zugegeben, man muss schon ein gewisses …

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Das Regenbogen-Experiment
19. August 2014 – 11:15 | Kein Kommentar

Mit Das Regenbogen-Experiment. Sind Schwule und Lesben die besseren Eltern?, legt Katja Irle einen soliden und schnellen Einstieg für alle, die mehr über  Regenbogenfamilien wissen wollen, vor.  Johanna Taufner hat das Buch für QWIEN gelesen.

In ihrem aktuellen Buch, in welchem sie sich vordergründig mit der Situation in Deutschland –  stets im  internationalem Vergleich mit anderen Ländern – befasst, versucht sie den Themenkomplex Regenbogenfamilie multiperspektivisch zu betrachten. Sowohl die politische Debatte, die Auseinandersetzung innerhalb der Kirchen und Religionsgemeinschaften, aber auch Meinungen aus bindungswissenschaftlicher, kinder- und jugendpsychologischer Sicht sowie Erfahrungen von Familien selbst finden Erwähnung.

Die Erwachsenen

Das Buch teilt sich in zwei Schwerpunkte auf. Im ersten Teil  wird der Fokus auf die Ebene der Erwachsenen gelegt. Hier wird zuerst der Frage nachgegangen, was eine Regenbogenfamilie überhaupt ist. Die Geschichte des Begriffs und die weite Definition, die verschiedenste Familienkonstellationen und Lebenskonzepte miteinschließt, werden besprochen. Nach Möglichkeiten einer Elternschaft, von der Adoption über Leihmutterschaft bis hin zu Insemination, werden vor allem die Hindernisse und Herausforderungen von gleichgeschlechtlichen Paaren gesellschaftlich, rechtlich und politisch beleuchtet. Hier ist im Besonderen die Schulklasse zu erwähnen, die durch einen alltäglichen homophoben Sprachgebrauch und andere Schikanen sowohl für Eltern, aber vor allem auch für die Kinder zu einem Ort der Diskriminierung und Ausgrenzung werden kann, wie eine Studie an der Humboldt Universität  Berlin 2011/2012 ergab. Demnach werden Wörter wie „schwul“ oder „Schwuchtel“  von 62% der Berliner Sechstklässler und 54% der Neunt- und Zehntklässler regulär als Schimpfwörter verwendet.

Die Kinder

Der zweite Teil thematisiert die Ebene der Kinder. Hier diskutiert Irle vor allem die Frage nach einer gesunden Identitätsbildung der kleinen Heranwachsenden. Dafür lässt sie Befürworter_innen und Gegner_innen zu Wort kommen und versucht das Thema aus wissenschaftlicher Sicht zu beleuchten. Durch das Aufbrechen der Verbindung von Sexualität und Elternschaft stellen sich neue Herausforderungen für Eltern und Kinder, denn:  Jedes Kind  braucht eine Ursprungsgeschichte. Darum fordert Irle mehr Forschung zu Identitätsfindung von Kindern. Doch diese Diskussion, so die Autorin, muss unabhängig vom Geschlecht der Eltern geführt werden, da die neue Reproduktionsmedizin in Hetero-Familien genauso Anwendung findet.

Zu guter Letzt zeigt Irle, dass es die perfekte Familie nicht gibt, aber es gibt Rahmenbedingungen, die es Kindern ermöglichen ein stabiles Selbstwertgefühl zu entwickeln. Das Geschlecht der Eltern mag zwar keine zu vernachlässigende Tatsache sein, aber es gibt wesentlich wichtigere Dinge, die für das Wohl der Kinder essentiell sind: eine stabile Bindung an die Eltern und eine solide Beziehung der Partner_innen untereinander. Erst wenn Regenbogenfamilien ihren exotischen Status verlieren und als ein Familienmodell unter vielen verstanden werden, können die vielen Gemeinsamkeiten sichtbar gemacht werden, die alle Familien miteinander teilen. Die klassische Familie, auf die sich konservative Gegner_innen oftmals berufen, gibt es selten. Vielmehr ist  das Spektrum der Familien gezeichnet durch Patchwork, Alleinerzieher_innen, WG-Kinder und andere Modelle. Erst wenn das erkannt wird, kann eine offene Diskussion über die Regenbogenfamilie geführt werden und politische Maßnahmen gesetzt werden, die den Familien und im Besonderen den Kindern gezielt zu Gute kommen.

Fazit:  Das Regenbogen-Experiment. Sind Schwule und Lesben die besseren Eltern?, ist einfach und schnell zu lesen und kann als unkomplizierter Einstieg in die Thematik empfohlen werden.

Katja Irle: Das Regenbogen-Experiment. Sind Schwule und Lesben die besseren Eltern? Weinheim/Basel: Beltz 2014, erhältlich bei Löwenherz

Unser Aids: gestern – heute – morgen
16. August 2014 – 14:43 | Kein Kommentar
Unser Aids: gestern – heute – morgen

Vor dem Sommer startete QWIEN das Webprojekt www.unseraids.at. Ab Herbst wollen wir die Website regelmäßig mit aktuellen und historischen Beiträgen über HIV/Aids in Österreich füllen. Dazu plant QWIEN eine lose Veranstaltungsreihe unter dem Motto Unser …

Die blaue Brosche
16. August 2014 – 13:32 | Kein Kommentar
Die blaue Brosche

Der Restaurator und Künstler Max Kübeck hat seine Familiengeschichte großteils nach Dokumenten mit romanhaften Passagen geschrieben und gibt dabei tiefe Einblicke in die Geschichte Österreichs. Andreas Brunner hat es gelesen.
Zugegeben, man muss schon ein gewisses …

Kino/Macht/Männer
17. Juni 2014 – 11:27 | Kein Kommentar
Kino/Macht/Männer

Podiumsdiskussion: Kino/Macht/Männer
Repräsentationen von Männlichkeiten im deutschsprachigen Kino 1945–2000
Die Podiumsdiskussion nimmt zwei Bucherscheinungen von Maria Fritsche und Christopher Treiblmayr zum Thema Männlichkeiten im Film zum Anlass, um zu diskutieren, wie das Kino an der Konstruktion von …

10 Jahre agpro-Forschungspreis
18. Mai 2014 – 14:17 | Kein Kommentar
10 Jahre agpro-Forschungspreis

Im Jubiläumsjahr des agpro-Forschungspreises stehen 14.000 EURO an Preisgeldern zur Verfügung. Die Einreichungsfrist für Arbeiten zu Homosexualität läuft noch bis 30. Juni 2014.
Seit 2004 vergeben die austrian gay professionals (agpro) den agpro-Forschungspreis an Studierende und …

»Einen Spiegel hast gefunden, der in allem Dich reflectirt«
13. Mai 2014 – 11:12 | Kein Kommentar
»Einen Spiegel hast gefunden, der in allem Dich reflectirt«

Briefe an Graf Louis Batthyány Szent-Ivanyi 1802-1803. Vortrag zur Edition des Briefwechsels von André Weibel
Johannes von Müllers Briefe an den fiktiven Grafen Luis Batthyány gehören zu den frühesten Zeugnissen einer sich entwickelnden “homosexuellen Identiät”. In …

Präsentation “Unser Aids”
13. Mai 2014 – 11:01 | Kein Kommentar
Präsentation “Unser Aids”

Aids geht uns alle an. Unser Aids gibt es seit mehr als dreißig Jahren und es hat sich in diesen Jahren sehr verändert. Diesen Veränderungen möchte das Zentrum QWIEN nachspüren und Aids damit auch wieder …

Mauthausen neu
15. April 2014 – 11:05 | Kein Kommentar
Mauthausen neu

Der Katalog zum neuen Ausstellungskonzept im Konzentrationslager Mauthausen ist für Lesben und Schwule wenig ergiebig.
Anlässlich der Neuaufstellung der Ausstellungen in der Gedenkstätte des Konzentrationslagers Mauthausen im Jahr 2013 wurde ein umfangreicher Katalog erstellt, der Konzept …

Schulgeschichte(n)
14. April 2014 – 09:39 | Kein Kommentar
Schulgeschichte(n)

Eine neue Biografie zur Familie Mann erhellt schulische Zusammenhänge. Ines Rieder hat das Buch von Manfred Kappeler gelesen.
Die Biografien der Mitglieder der Familie sind im Laufe des letzten halben Jahrhunderts ausgiebig und detailliert geschrieben worden. …

Spende ermöglicht Ankauf
8. April 2014 – 13:26 | Kein Kommentar
Spende ermöglicht Ankauf

Aus dem Nachlass des Burgtheaterdirektors und -schauspielers Raoul Aslan und seines Partners Tonio Riedl konnte QWIEN in einem Wiener Antiquariat sieben Bücher erwerben, die sehr private Einblicke in das Leben der seit den 1930er Jahren …

Runder Tisch
7. April 2014 – 18:12 | Kein Kommentar

QWIEN plant für 2015 eine Konferenz zum Thema „Diskriminierung von LGBTIQA als Gesundheitsrisiko“ und arbeitet zur Zeit an einem Konzept.
Da wir die Konferenz sehr breit und vielseitig anlegen wollen, um dem Thema gerecht zu werden, …