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Historiker*innen-Tagung in Wien

Verfasst von am 29. August 2018 – 13:41Kein Kommentar

Am 3. November findet die alljährliche Tagung des Fachverbands Homosexualität und Geschichte in Wien statt.

Der seit 1992 bestehende Fachverband von Historiker*innen und an der Geschichte der Homosexualitäten Interessierten tagt nach 2012 zum zweiten Mal in Wien. Abermals wird QWIEN die Tagung organisieren und damit den Erfahrungsaustausch und die Vernetzung von Forscher*innen unterstützen. Ein wichtiger Aspekt dieses der queeren Geschichte gewidmeten Tages ist es, die Bandbreite der Themen vorzustellen, die in der aktuellen Forschung diskutiert werden. So spannt sich der Bogen von der frühen Neuzeit bis zur Auseinandersetzung mit HIV/Aids in der unmittelbaren Vergangenheit. Daneben werden Forschungsprojekte in Deutschland und Österreich vorgestellt, darunter auch zwei die von QWIEN initiiert und durchgeführt wurden bzw. werden.

Die Tagung findet am Samstag, dem 3. November zwischen 9.00 – 17.00 Uhr im Aidshilfe Haus, Tagungszentrum, 5. Stock, Mariahilfer Gürtel 4, 1060 Wien, statt. Wir danken der Aidshilfe Wien für die Überlassung der Räume. Um Anmeldung wird gebeten: andreas.brunner@qwien.at

Das vorläufige Programm in einer ersten Übersicht (das Programm wird laufend ergänzt):

9.00 Uhr: Registrierung im Aidshilfe Haus

9.25 Uhr: Begrüßung 

9.30 Uhr: Kevin-Niklas Breu (Oldenburg)

„ACT(ING) UP“ gegen den „AIDS-Staat“? Die Anti-AIDS-Bewegungen, transnationale Basisdemokratie und das Erbe von 1968 in Westeuropa in den 1980er und 1990er Jahren

10.15 Uhr: Florian Wieser (München)

„und ich weiß, dass sie alle Sodomiten sind“. Diskurse von Macht, Männlichkeit und Homosexualitäten in Darstellungen des frühkolonialen Neuspanien

Pause

11.30 Uhr: Dr. Christian-Alexander Wäldner (Ronnenberg)

Frauen-Geschichte(n) zwischen Emanzipation und Rückschritt: Die Auswirkungen staatlicher Repressionen während der deutschen und österreichischen Nachkriegszeit aufgrund §§ 175 StGB (BRD), 151 StGB (DDR) und 129Ib ÖStGB.

12.15 Uhr: Hannes Sulzenbacher (QWIEN)

Zum Abschluss des Projekts der „Namentlichen Erfassung aller homosexuellen und Transgender-Opfer des Nationalsozialismus in Wien“

12.30 Uhr – 14.30 Uhr Mittagspause

14.30 Uhr: Ben Miller (Berlin)

Wozu sind wir da? Harry Hay, die Homosexuellenfrage und das Erbe des Marxismus

15.15 Uhr: Karl-Heinz Steinle (Berlin)

Quellen zu LSBTTIQ in Tübingen, Projekt mit dem Stadtarchiv Tübingen

Quellen zu Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender, Trans- und Intersexuellen und Queers befinden sich in allen Beständen, sind dort aber in der Regel nicht als solche gekennzeichnet. Über Recherchen in staatlichen, kirchlichen und städtischen Archiven, in öffentlichen und privaten (Kunst-)Sammlungen und Bildarchiven in Tübingen und anderswo sollen Bestände zu Repressionen und Verfolgung, zu Freundschaften, Beziehungsmodellen und der Schaffung eigener Lebenswelten sowie zum Kampf um gleiche Rechte und Teilhabe von LSBTTIQ in Tübingen und Umgebung erfasst werden. Ziele des Projektes sind die Aufarbeitung entsprechender Bestände unter Beteiligung der jeweiligen Sammlungsleitungen, die Erstellung eines Findbuches sowie die Zugänglichmachung dieser Bestände für die weitere Forschung. 

16.00 Uhr: Dr. Christopher Treiblmayr (QWIEN)

Von Homoerotik zu Homophobie. Dekonstruktion stereotyper Sexualitäts- und Männlichkeitsbilder des „Orients“

Der Vortrag stellt ein bei QWIEN im Herbst 2018 gestartetes Forschungsprojekt vor, dass sich der Frage nach „orientalischen“ Bildern von Sexualität und Männlichkeit im deutschsprachigen Raum seit 1850 widmet. Ausgehend von Edward Saids Feststellung über die Funktion des „Orients“ als Gegenfolie bzw. zentrales Element in der Konstruktion und Eigendefinition „westlicher Kultur(en)“ untersucht das Projektteam anhand einer breiten Quellenbasis Stereotypisierungen bis zur Gegenwart.

17.00 Uhr Ende

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