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Führungen

Folgende Führungen sind zur Zeit im Angebot:

Preisinformation und Buchung für alle Führungen für Gruppen unter guide[at]qwien[punkt]at

Termine für offene Führungen finden Sie im Kalender.

Für Gruppen wie für Einzelpersonen gibt es auch das Angebot Führungen individuell zu planen oder gewünschte Schwerpunkte zu setzen.

 

Schwul/lesbischer Stadtspaziergang 1
Route: Universität bis Staatsoper
Details: Universität: Homosexualität und Wissenschaft (Strafrecht, Medizin); Mölkerbastei: War Franz Schubert „schwul“?; Burgtheater: Iffland, Wilbrandt, Aslan; Rathauspark; Volksgarten – eine „cruising area“ des Biedermeier; Heldenplatz (Prinz Eugen und Europride); Hofburg (Karl VI. und „Luziwuzi“); Josephsplatz: Kaiser Joseph II. und die Abschaffung der Todesstrafe; Augustinerkirche: Marie Christine und Isabella von Parma; Albertinaplatz: Mahnmal gegen Krieg und Faschismus und die Verfolgung vom Schwulen und Lesben im Nationalsozilismus; die Staatsoper und ihre „schwulen“ Architekten.

Schwul/lesbischer Stadtspaziergang 2
Route: Schwarzenbergplatz bis Burgtheater
Details: Schwarzenbergplatz: Palais Erzherzog Ludwig Viktor; Ring: die Bodega – ein Homosexuellenlokal der Jahrhundertwende; Mahlerstraße: Karl Kraus als Kämpfer für schwule Rechte; Walfischgasse: Sterbehaus W. H. Auden; Albertinaplatz: Das Mahnmal gegen Krieg und Faschismus, Café Tirolerhof – ein Lesbentreff der 1920er Jahre; Augustinerkirche: Marie Christine und Isabella von Parma; Josephsplatz: Joseph II. und die Abschaffung der Todesstrafe für „widernatürliche Unzucht“; Nationalbibliothek: Prinz Eugen als Büchersammler und Mäzen; Michaelerplatz: das alte Café Griensteidl und seine homosexuellen Dichter (Leopold von Andrian); Herrengasse: das Café Herrenhof als beliebter Treffpunkt für Schwule und Lesben, Oberst Redls Selbstmord im ehem. Hotel Klomser; Burgtheater: Iffland, Wilbrandt, Aslan.

Schwul/lesbisches Leben im Wien der Zwischenkriegszeit
Route: Hofmobiliendepot bis Karlsplatz
Details: Andreasgasse, Mariahilferstraße: Hotel Kummer: Ethel Smyth; Gumpendorferstraße; Apollo (Barbette in Wien), Esterhazy-Bad als schwuler Treffpunkt; Mariahilferstraße: Hubertuskeller, ein Homosexuellenlokal der 1920er und 1930er Jahre, Stefanie Hollenstein im Kriegsarchiv, Gumperndorferstraße: Hans Adolf Beer: Opernsänger und aktiver Nationalsozialist; Rahlgasse: Lina Loos; Elisabethstraße: Franz Werfel als Unterzeichner der größten Petition gegen den §129Ib, Alma Mahler-Werfel und ihre Freundin Lilly Leiser; Kärntnerstraße: die Buchhandlung Lanyi als Treffpunkt der homosexuellen Intelligenz der 1920er Jahre.

Verdrängtes Unrecht. Die Verfolgung von Schwulen und Lesben in Wien ab 1938
Route: Morzinplatz bis Zimmermannplatz (siehe Plan oben); Straßenbahnfahrschein erforderlich!
Details: Morzinplatz: Gestapo-Hauptquartier; Rossauer Lände: Kriminalpolizeileitstelle Wien; Einzelschicksale von Verfolgten in der Türkenstraße; Servitengasse; Prozellangasse; Wasagasse; Währingerstraße: die Mithilfe der MedzinerInnen an der Ermordung von Homosexuellen; Schwarzspanierstraße; Universität: Wiener Juristen engagieren sich bei der Verfolgung von Schwulen und Lesben; Burgtheater: Raoul Aslan – der „österreichische Gründgens“; Landesgericht Wien: die Ermordung homosexueller Männer als „gemeingefährliche Gewohnheitsverbrecher“; Altes AKH: Lesben im „Altreich“; Zimmermannplatz/Heinz-Heger-Platz: „Die Männer mit dem rosa Winkel“.

Schwul/lesbisches Leben rund um den Naschmarkt, Teil 1
Route: Rosa Lila Villa bis Kettenbrückengasse

Details: Linke Wienzeile: Rosa Lila Villa; Corneliusgasse: das ehm. Nightshift, das wahrscheinlich älteste schwul/lesbische Lokal der Stadt; Linke Wienzeile: Wohnhaus Leonie Puttkammer und ihre jugendliche Freundin Gretl, die Sigmund Freuds lesbische Patientin war, über die er seinen einzige Aufsatz zu lesbischer Sexualität schrieb, Goldener Spiegel, Café Savoy; der Naschmarkt als schwul/lesbisches Biotop; Heumühlgasse: Niccoladoni, ein frühes Zeugnis für eine Homosexuellenbewegung in Wien (1907), Das Gugg, die Alte Lampe.

Schwul/lesbisches Leben rund um den Naschmarkt, Teil 2
Route: Zentrum QWIEN bis Karlsplatz
Details: Rienösslgasse: Niccoladoni; Schleifmühlgasse: das Café Paulanerhof als schwuler Treffpunkt in der Zwischenkriegszeit; Schikanederkino: das älteste Kino Wiens und die ersten schwul/lesbischen Filmfestivals in den 1980er Jahren; Schleifmühlgasse: Coming Out, ein kurzlebiges aber wichtiges Lokale in der schwulen Geschichte der 1980er Jahre; Naschmarkt: öffentliche Toiletteanlage als schwuler Treffpunkt; Theater an der Wien: der schwule Operettenstar Max Hansen und der Aufstieg Zarah Leanders; Girardigasse: Leo W. – homosexuell und jüdisch, seine Ermordung im Zuge des ersten Nisko-Transportes; Gumpendorferstraße: Hans Adolf Beer: schwuler Opernsänger und aufrechter Nationalsozialist; Rahlgasse: Lina Loos und das lesbische Leben der Zwischenkriegszeit; Karlsplatz: beliebter Treffpunkt homosexueller Männer und Razzien durch die Nazis.

Regenbogen-Führungen an der Universität Wien
Erarbeitet im Auftrag der Universität Wien, buchbar nur auf Vermittlung von QWIEN über die Universität Wien
Im Gebäude der Hauptuniversität Wien; dieses Jahr (die Führungen fanden erstmals 2009 statt) stand die Entwicklung des Strafrechts von Joseph II. bis ins frühe 20. Jahrhundert im Zentrum. Wichtige Juristen wurden im Arkadengang vorgestellt, die Bedeutung der Sammlung Frauennachlässe als Quelle lesbischer Geschichte betont, die Universitätsbibliothek und ihre Sammlung früher Literatur zum Thema Homosexualität.

Elisabeth: Kaiserin & Ikone der Schwulen und Lesben

Kaiserin Elisabeth, die tragische, mythenumwobene Repräsentantin einer untergehenden Epoche, übte auf Schwule wie auch Lesben seit jeher eine große Faszination aus: Ob als zuckersüße „Sissi“ in Filmen der 1950er Jahre, als Unnahbare bei Visconti, als todessehnsüchtige Fin-de-Siècle-Ikone im Musical, als Verkörperung weiblicher Selbstbestimmung und Auflehnung gegen eine zerbröselnde Gesellschaftsordnung, als neurotisch Fliehende, die im Verschwinden nur präsenter wurde, oder als durchgeknallte Parodie im schwulen Trash-Musical. Worin liegt die Faszination dieser historischen Figur gerade für Schwule und Lesben? Welche Bilder und Mythen verknüpfen sie mit ihr? Wo verlaufen die Bruchlinien zwischen einer vermeintlich realen, historischen Figur und den Inszenierungen um sie und von ihr?

Bei einer von QWIEN entwickelten Führung durch die Räume des Sisi-Museums und der Kaiserappartements in der Hofburg werden einzelne Stationen aus Elisabeths Leben und ihr Mythos einer „queeren“ Interpretation unterzogen. Nicht die Schlüsselloch-Perspektive auf Sisis Privatleben oder das der Familie Habsburg stehen dabei im Zentrum, sondern die Bilder, die Elisabeth in unseren Köpfen auslöst.

Dauer der Führung ca. 1,5 Stunden

Anmeldung erforderlich unter: guide[at]qwien[punkt]at (beschränkte Zahl an TeilnehmerInnen)

Treffpunkt: Sisi-Museum, Hofburg, Michaelerkuppel

Preis auf Anfrage.